Meine Babys
© Michael Steiner
Nur ich und mein Cello – das ist für mich musikalische Freiheit pur. Ich kann improvisieren, mit Klängen experimentieren und meine eigene musikalische Sprache sprechen. In den letzten Jahren sind daraus auch eigene Kompositionen entstanden.
Inzwischen entwickle ich auch komplette Programme und individuelle Konzertformate. Gemeinsam mit Stephan Grimaldi und ClassicKlang Vision sind die exklusiven Solo-Programme „Passion in Light“ und „Lumina“ entstanden, die meine Eigenkompositionen, eigene Arrangements und Musik aus ganz unterschiedlichen Welten verbinden – von Klassik über Tango und Jazz bis zu moderner Musik.
Für mich ist das Solo-Spiel deshalb längst mehr als „Cello ohne Begleitung“: Es ist der Raum, in dem ich ausprobieren, improvisieren, komponieren und meine ganz eigene musikalische Handschrift entwickeln kann.
© Michael Steiner
Mit dem Bratschisten Andreas Höricht bin ich seit vielen Jahren in den unterschiedlichsten Formationen unterwegs. Wir kennen uns inzwischen so gut, dass oft ein Blick genügt und wir wissen beide, was als Nächstes passiert. Was lag also näher, als auch zu zweit auf die Bühne zu gehen? Als Duo genießen wir die Freiheit, spontan zu reagieren, zu improvisieren und immer wieder Neues auszuprobieren.
Auch mit der Geigerin Juli Linden verbindet mich eine lange musikalische Freundschaft. Kennengelernt haben wir uns im Ensemble Espresso Espressivo und schnell festgestellt, dass wir musikalische Seelenverwandte sind. Uns verbindet die Liebe zur Klassik ebenso wie die Neugier auf andere Klangwelten.
Ob Bach, bekannte Songs, keltische oder jüdische Musik – in beiden Duos interessieren mich keine stilistischen Grenzen. Entscheidend ist, dass die Musik uns berührt und wir diese Freude miteinander und mit dem Publikum teilen können.
© Sigi Müller
Meine Liebe zum Streichquartett begann schon in Japan, wo ich sechs Monate lang mit einem Quartett auf der Bühne stand. Seitdem hat mich diese besondere Besetzung nicht mehr losgelassen.
Heute bringe ich im Anna Rehker Quartett Musikerinnen und Musiker zusammen, mit denen ich mich auf der Bühne fast ohne Worte verstehe. Je nach Programm wechseln Besetzung und musikalische Richtung, von Klassik bis Pop, Rock und Filmmusik. 2026 führt uns diese Vielfalt sogar auf die Wiesn: Als erstes Streichquartett spielen wir im Café Theres auf dem Münchner Oktoberfest.
Und weil für mich zu einem Konzert nicht nur die Musik gehört, sondern auch die Geschichten dahinter, moderiere ich unsere Programme selbst: persönlich, spontan und immer mit einem Augenzwinkern. Denn Musik nehme ich sehr ernst, mich selbst etwas weniger 😉
© Olaf Dankert
1983 gegründet, seit Jahrzehnten auf den Bühnen Europas und der ganzen Welt unterwegs, im Jazz genauso zu Hause wie in der Klassik: Das Modern String Quartet hat eine lange Geschichte. Seit 2024 darf ich ein Teil davon sein.
Was ich an diesem Quartett besonders mag? Dass musikalische Schubladen eigentlich keine Rolle spielen. Wir spielen Jazz, experimentieren, überschreiten Grenzen und landen dabei auch mal mitten im Theater. So entstanden außergewöhnliche Projekte wie „Marilyn“ oder „Falsche Götter“, das bei den Nibelungen-Festspielen in Worms uraufgeführt wurde und uns später zu den Bayreuther Festspielen führte.
Nach über 40 Jahren ist das Quartett immer noch neugierig, überraschend und offen für Neues. Oder, wie wir es selbst sagen: Wir sind alles Außer-gewöhnlich.
© Brain & Heart
Vier Frauen, vier Streichinstrumente und ziemlich viel Energie. Bei BPM – Beats Per Munich haben sich vier Musikerinnen gefunden, die nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich auf derselben Wellenlänge liegen. Uns verbindet die Lust auf Power, Rhythmus und Musik, bei der man nur schwer stillsitzen kann.
Meistens holen wir uns dafür Verstärkung am Schlagzeug. Dann treffen vier Streicher auf satte Beats und aus dem klassischen Streichquartett wird plötzlich eine kleine Band. Pop, Rock, Metal oder Hip-Hop: Hauptsache, es hat Energie und macht Spaß!
Und wenn der erste Beat einsetzt, ist endgültig Schluss mit Streichquartett-Klischees!
© Fever Up
Als ich 2021 gefragt wurde, ob ich zehn Konzerte für eine neue Reihe in München spielen möchte, hatte ich keine Ahnung, dass damit für mich ein ganz neues Kapitel beginnt. München war damals erst die 50. Candlelight-Stadt weltweit. Inzwischen gibt es die Konzerte in mehr als 600 Städten.
Aus den ersten zehn Konzerten sind für mich mehrere Hundert geworden, aus den ersten Programmen inzwischen mehr als 50 verschiedene. Und trotzdem ist es für mich keine Routine geworden. Ich freue mich immer noch auf jedes Konzert, auf das Publikum und auf diese ganz besondere Stimmung im Kerzenschein.
Vielleicht ist das genau das Geheimnis von Candlelight: Für einen Abend gibt es nur die Musik, das Publikum und tausende Kerzen.
© Sigi Müller
Ich liebe es, wenn Musik auf Geschichten trifft. Plötzlich kann mein Cello erzählen, kommentieren, widersprechen oder eine Geschichte einfach weiterspinnen.
Mit der Geschichtenerzählerin Karin Wedra ist dabei vieles spontan: Sie erzählt, ich improvisiere. Wir lassen uns vom Augenblick, vom Ort und vom Publikum inspirieren, sodass kein Abend genauso klingt wie der andere. Gemeinsam entstanden Programme wie „LOVE. Geschichten über Liebe und Erotik“ oder „Vom Glück und der Zuversicht“.
Mit Quint Buchholz verbinden sich Worte, Musik und Bilder. In unserer musikalischen Lesung „Lob der Langsamkeit“ liest Quint Texte und Gedichte und zeigt dazu seine wunderbaren Bilder. Gemeinsam mit Juli Linden erzähle ich musikalisch weiter – mit Klassik, irischen Liedern und freien Improvisationen.
Und mit Sabine Thomas wird es mörderisch: Bei „Classic & Crime“ treffen Kriminalgeschichten auf klassische Musik. Sabine liest, wir spielen – und zeigen, dass Mozart, Bach & Co. erstaunlich gut zu Mord und anderen Abgründen passen.
© Anna Rehker
Was passiert, wenn aus zwei plötzlich drei werden? Andreas Höricht und ich haben uns mit Andy Lutter einen Jazzpianisten dazu geholt, der musikalisch genauso wenig von Schubladen hält wie wir. Und weil wir zufällig alle drei mit A anfangen, war auch der Name schnell gefunden: Triple A.
Zu dritt bewegen wir uns zwischen Klassik und Jazz, improvisieren, arrangieren neu und lassen uns gerne überraschen, wohin uns die Musik gerade führt. Drei Musiker, drei musikalische Persönlichkeiten und ziemlich viel Lust, Neues auszuprobieren.
© Anna Rehker
Manchmal gehört im Leben einfach ein bisschen Glück dazu. 2024 saß ich im Publikum zufällig neben einem Mann, den ich nicht kannte. Wir verstanden uns auf Anhieb wunderbar. Dass es Martin Probst war und er ein Jahr später musikalischer Leiter des Singspiels am Nockherberg werden würde, wusste damals keiner von uns.
Seitdem darf ich selbst Teil dieser einzigartigen Produktion sein. Musik, Schauspiel, Politik, Satire und ein großartiges Team kommen hier zusammen. Und kaum ist der Nockherberg vorbei, freue ich mich eigentlich schon wieder auf den nächsten.

